Nachbarschaft 2.0

Kontaktlinse verloren? Keine Milch mehr im Haus? Wohnung gesucht? Eine Null in Sachen Heimwerken? Das Startup WirNachbarn.com von der Brunnenstraße hat für jedes Anliegen eine Lösung parat: Empfehlungen, Leihgaben, Hilfestellungen, geteilte Interessen – Nachbarschaften sollen sich auf der Internetplattform vernetzen, austauschen und gegenseitig unterstützen. Ziel: Durch ein breites Angebot den Gemeinschaftsgedanken neu beleben.

Das erste Kennenlernen läuft nicht über den Plausch im Treppenhaus, sondern digital. Nachbarschaft 2.0. Taucht der dringend benötigte Akkuschrauber in der WirNachbarn-Community auf, trifft man sich zur Übergabe und bekommt mit ein bisschen Glück noch zwei helfende Hände obendrauf.

Hinter dem Startup aus Mitte stecken die Gründer Aymon Delbridge, Philipp Götting und André Dieling. Begonnen haben sie das Projekt letzten Sommer in Philipps Küche. Mittlerweile hat die Website in Berlin bereits 2000 registrierte Nutzer.

Mit ihrer Online-Plattform sorgen die drei Visionäre dafür, dass wir alle ein Stückchen näher zusammenrücken. Großartige Idee, finden wir und haben mit Gründer Philipp Götting über seine Vision und die Entstehungsgeschichte gesprochen.

 

Auf gute Nachbarschaft!

 

Team von WIrNachbarn

Foto: WirNachbarn

 

rotor218: Philipp, Was macht WirNachbarn genau?
WirNachbarn ist sowohl Webseite als auch Mobile-App. Der Gedanke dahinter: Wer um die Ecke wohnt, kann sich gut unterstützen: Egal ob die Katze entlaufen ist, ein guter Klempner oder zuverlässiger Babysitter gesucht wird oder die Saftmaschine für die nächste Party fehlt. Außerdem können freie Wohnungen inseriert werden, es gibt Kleinanzeigen, Adressen von Nachbarschaftsorganisationen oder die Einladung zum nächsten Straßenfest.

Warum habt ihr die Plattform gegründet?
Nachbarschaft wird immer anonymer: Die Menschen, die direkt nebenan wohnen, kennen wir kaum noch, stattdessen verbringen wir einen großen Teil unserer Zeit online mit Leuten auf der anderen Seite der Welt. Das hat für mich 2013 den Ausschlag gegeben, WirNachbarn zu gründen: Ein interaktives, lokales schwarzes Brett, durch das reale Kontakte und Begegnungen neu belebt werden.

Wer arbeitet bei Euch?
Gegründet habe ich die Plattform zusammen mit meinen beiden Freunden Aymon Delbridge und André Dieling. Zu unserem Team gehören außerdem zwei Programmierer, zwei studentische Mitarbeiter und wir haben zwei Praktikanten, die sich um den Nachbarschaftsaufbau und die Kommunikation kümmern.

Ohne was wäre Euer Team aufgeschmissen?

Kaffee

Kaffee, Kaffee, Kaffee.

 

Was habt ihr vor WirNachbarn gemacht?
Ich habe die letzten Jahre als Manager im Gesundheitssektor gearbeitet. André war bei einer Bank in London. Im August 2014 hat er den Job gekündigt und ist nach Berlin gezogen, um mit mir gemeinsam die Website aufzubauen. Aymon ist unser IT-Experte. Er hat schon Familie und arbeitet noch bei einer anderen Beratung.

Was heißt Nachbarschaft für Dich?
Nachbarschaft – das ist alles um mich herum: Menschen, Häuser, Institutionen, Läden. Und für mich ganz persönlich auch der Weinbergspark. Ich finde es toll, hier und da Leute zu kennen, egal ob die Späti-Jungs in der Straße, die Hausbewohner, den Besitzer meines Lieblingsitalieners. Nachbarschaft heißt auch für mich, dass man ein wenig auf sich aufpasst und hier und da unterstützt.

Was war Deine lustigste Begegnung mit einem Nachbarn?
Bei mir hat es mal durch die Decke getropft, weil der Nachbar über mir mit einer Besucherin in der Badewanne hohe Wellen geschlagen hat…

Was war Euer schrägstes Erlebnis bei uns im Kiez?

Auto

Das Foto ist letzte Woche entstanden. Kein Kommentar.

 

Letzte Frage: Wo trifft man Euch nach Feierabend?
Seit wir die Plattform gegründet haben, ist Feierabend viel zu häufig viel zu spät. Ansonsten am liebesten in der Torstraße im Vino e libri und in der Odessa Bar. Manchmal auch zum Rundlauf im Schmitz.

 

(EM)

WirNachbarn
Geschäftsführer: Dr. Philipp Götting & André Dieling
Brunnenstraße 11
10119 Berlin

info@wirnachbarn.com
www.wirNachbarn.com

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