Hinterhofromantik

Eine verwunschene Kulisse, von der Natur erobert, von der Zivilisation scheinbar vergessen. Anderenorts roh, baufällig, wie vor Jahrzehnten konserviert. Mal auch akkurat gepflegt, piekfein und idyllisch.

So sieht die Welt hinter den Kulissen der lauten, von Martinshörnern gequälten Torstraße aus – ein Mikrokosmos, fernab jeglicher Betriebsamkeit. Dieses Eigenleben umgibt einen, sobald sich die Haustür öffnet und man einen Blick in die Hinterhöfe wirft.

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Ein Hinterhof in der Berliner Ackerstraße

Eine Welt für sich

Es ist kaum zu glauben, wie groß diese Höfe vielerorts sind. Doch nicht nur die schiere Dimension, auch die Ästhetik fasziniert den Betrachter. Wie Relikte aus vergangenen Tagen, in krassem Kontrast zum Hochglanz-Wahn zeitgenössischer Städteplaner, präsentieren sich diese Kleinode Berliner Geschichte. Und Geschichte sieht man an vielen Stellen. Einschusslöcher aus Kriegszeiten, abgeblätterter Putz.

Andere Höfe verkörpern voller Stolz die neue Berliner Wohnkultur. Herausgeputzt sind sie. Moderne Architektur hier, Provinz-Romantik da. Als wollten sie uns sagen: „Seht her! Hier leben gut situierte Menschen. Erfolgreich im Beruf. So wird’s bald überall sein.“

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Geschichtsträchtige Orte

Die Berliner Hinterhöfe sind im Grunde genommen ein Kulturgut und Stoff für viele Geschichten – nicht nur in Bildern. Sie zeigen das Besondere dieser Stadt. Fernab von kommerziellen, glattgebügelten, mit Starbucks gepflasterten Shoppingmeilen. Jene generischen Plätze, die in jeder Großstadt identisch sind.

Fernab und doch ganz nah. (VG)

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